Montag, 12. März 2012

Oikocredit - In Menschen investieren

In Menschen investieren
Oikocredit hilft armen Menschen in Afrika, Asien Südamerika und Osteuropa, sich mittels günstiger Kredite eine neue Existenz aufzubauen. Das Prinzip funktioniert ganz einfach. Als normaler Bürger kann man, anstatt in Firmen mit möglicher hoher Rendite zu investieren, Mikrokredite an bedürftige Menschen vergeben. Oikocredit ist eine internationale Entwicklungs-Genossenschaft, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Armut in der Welt zu bekämpfen. Die Kreditgeber kommen hauptsächlich aus Westeuropa und Nordamerika. Man kann ab einem Betrag von 200 Euro einen Kredit vergeben. Oikocredit ist es wichtig, dass für die Geldgeber klar ist, dass es sich nicht um eine Spende handelt, sondern um ein ethisches Investment zur realwirtschaftlichen Anschubfinanzierung.


Soziale Entwicklung statt hoher Rendite

Aus über 35 Jahren Erfahrung weiß Oikocredit, dass viele benachteiligte Menschen in der Lage sind, sich ein besseres Leben aufzubauen, wenn sie die Chance dazu erhalten. Deswegen werden Privatinvestoren gesucht, die durch den ethischen Einsatz ihrer Rücklagen dabei helfen, den Menschen den entscheidenden finanziellen Anstoß zu geben. Die maximale Dividende bei Oikocredit beträgt zwei Prozent im Jahr. Das ist im Vergleich zu anderen Investitionen zwar ziemlich wenig. Aber der soziale Faktor ist enorm, denn Oikocredit vergibt Darlehen an Mensch völlig unabhängig von Hautfarbe, Religion, Geschlecht, Alter, Herkunft oder Kultur.

Investment in über 70 Ländern

Seit 1975 investieren die Anleger von Oikocredit in über 70 Ländern der Welt. 80 Prozent der Anlagen werden als Mikrokredite an Privatpersonen vergeben. Die restlichen 20 Prozent fließen als Projektkredite in die Bereiche Landwirtschaft, Nahrungsmittelverarbeitung, Handel und Handwerk. Der Großteil wird also als Mikrokredit vergeben. Dadurch wird vor allem ein großes Problem behandelt, denn arme Menschen haben meist keinen Zugang zu Finanzdienstleistungen. Und das ist die größte Schwierigkeit, denn es reicht meist der Kauf einer Kuh oder einer Nähmaschine, um unabhängig Geld verdienen zu können. Und damit natürlich der Armut zu entfliehen. Da Banken aber nur Geld an Menschen vergeben, die über materielle Sicherheiten verfügen, springt hier Oikocredit in die Bresche. Wer sich für diese Art von finanzieller Hilfe für arme und benachteiligte Menschen interessiert, kann sich auf der Homepage von Oikocredit jede Menge Infomaterial anschauen. Zum Schluss noch ein Satz, Oikocredit rühmt sich damit, dass in dem über 35-jährigen Bestehen noch nie ein Anleger  auch nur einen Cent verloren hat. Weiter so!



Titelbild: paul prescott / Shutterstock.com

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